arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagramlogo-spe-kleinmailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blankTwitteryoutube
Inhaltsbereich
20.04.2021

Rönneburger Burgberg muss als kulturelles Erbe gesichert werden

Der Burgberg im Stadtteil Rönneburg ist mit seinem dichten Baumbestand nicht nur eine wichtige Parkanlage zur Naherholung im Quartier, sondern darüber hinaus ist er durch die Reste der namensgebenden Rönneburg für den Bezirk ein Ort von erheblichem historischem Interesse. Insbesondere der Ringwall der Hauptburg ist für die Verhältnisse einer frühmittelalterlichen Befestigungsanlage noch vergleichsweise gut erhalten und auch für den Laien als solcher noch unmittelbar zu erkennen. Der Burgberg stellt daher ein kulturelles Erbe der frühen Besiedelung dar. Er ist ein das Landschaftsbild prägendes Bodendenkmal, dessen Erhalt für den Bezirk bzw. Stadtteil von großer Bedeutung ist.

Zustand und Zugang zur Burg befinden sich indes leider in teilweise desolatem Zustand:

  1. Von der Straße „Am Burgberg“ führen zwei Treppenanlagen durch die ehemalige Vorburg hinauf zur Hauptburg. Die Stufen dieser Treppen bestehen aus Holzbalken. Diese Treppen sind marode, einige Stufen bereits komplett zerfallen, die Holzbalken verrottet und Geländer entweder nicht (mehr) vorhanden oder massiv beschädigt. Aus Sicherheitsgründen sind diese Treppen bereits seit Jahren erkennbar provisorisch abgesperrt.

  2. Drei untereinander angebrachte Holztafeln informieren Besucherinnen und Besucher über die geologische und historische Bedeutung des Burgbergs und der Burg. Diese Tafeln wurden allerdings in der falschen Reihenfolge montiert und der fortlaufende Text ist so nicht lesbar.

  3. Die abgesperrten Treppenanlagen und ungepflegten Wege führen dazu, dass sich Besucherinnen und Besucher „ihre Wege selber schaffen“, was an mehreren Stellen zu deutlichen Schäden bzw. Materialverlust am Hang geführt hat.

  4. Besucherinnen und Besucher auf der Kuppe des Burgbergs bewegen sich darüber hinaus direkt auf den Resten des ehemaligen Burgwalls. Da dieser gänzlich frei von Bewuchs ist stellt sich die Frage, inwieweit die verbliebenen Reste der historischen Anlage, deren Bedeutung und Funktion noch nicht abschließend untersucht wurden, durch diesen permanenten leichten Abrieb geschädigt werden.

Um die mangelhaften Zustände zu beseitigen und den Erhalt der verbliebenen Teile der Burganlage zu sichern hat die SPD-Fraktion zusammen mit den Fraktionen der Grünen und der CDU in einem gemeinsamen Antrag die Verwaltung aufgefordert jetzt Maßnahmen zur Verbesserung des Zustands der Zuwegung und der Hinweistafeln zu ergreifen und zu untersuchen, inwieweit das Bodendenkmal gefährdet sein könnte und welche Maßnahmen notwendig sind für die dauerhafte Sicherung.

Der Fachsprecher der SPD im Regionalausschuss Michael Dose sagt dazu: ”Der Rönneburger Burgberg ist ein wichtiges historisches Zeugnis der Besiedelung der Süderelbe-Gegend. Wir müssen alles tun, was möglich ist, um die historische Substanz zu erhalten und für die Harburger:innen erlebbar zu machen.”

Der SPD-Wahlkreisabgeordnete Klaus Fehling ergänzt: ”Der Burgberg ist neben seiner historischen Bedeutung auch wichtig für die Naherholung und wird auch stark genutzt. Die von den beschädigten Stufen der zudem gesperrten Treppenanlage ausgehende Unfallgefahr führt dazu, dass Menschen sich andere Wege suchen, die Schäden insbesondere für den Burgwall mit sich bringen können. Eine kurzfristige Sanierung der Treppenanlage gerade jetzt, wo der Frühling anfängt, die Leute wieder zum Spazierengehen einzuladen, ist aus unserer Sicht notwendig.